Makroviren: Unterschied zwischen den Versionen

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*Die wohl modernste Art von Viren stellen die Makroviren dar. Diese Art von Viren infiziert zunächst nur z.B. Word- oder Excel-Dateien, indem sie sich der komplexen Makrosprache dieser Programme bedienen. Die Makroviren können anschließend durch den Aufruf des Dokuments oder der Vorlage auromatisch ausgeführt werden.
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= Makroviren =
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<!-- basiert auf Kapitel 7.2 (Makro-/Skriptviren), Buch HERDT -->
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*Makroviren nutzen die in Office-Programmen integrierten Makrofunktionen, die eigentlich zur Automatisierung von Aufgaben gedacht sind.
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*Sie befinden sich direkt in den Dokumentdateien, sodass das Öffnen eines präparierten Dokuments genügt, um den Schadcode auszuführen.
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*Viele Office-Anwendungen bieten Autostart-Mechanismen, mit denen Makros sofort beim Laden eines Dokuments aktiv werden können.
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*Makroviren verwenden diese Funktionen, um ohne zusätzliche Benutzerinteraktion zu starten und weitere Aktionen auszuführen.
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*Typische Verbreitung erfolgt über Word- oder Excel-Dokumente, die per E-Mail, USB-Stick oder über Dateifreigaben weitergegeben werden.
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*Nach der Aktivierung durchsuchen Makroviren häufig andere Dokumente auf dem System und infizieren diese automatisch.
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*Da Makrosprachen leicht verständlich sind, konnten Makroviren schnell auch von wenig erfahrenen Angreifern erstellt oder angepasst werden.
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*Viele Varianten nutzen E-Mail-Funktionen der Makrosprache, um infizierte Dokumente automatisch an Kontakte im Adressbuch zu versenden.
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*Makroviren können Dateien manipulieren, Daten stehlen, Inhalte verändern oder weitere Schadsoftware nachladen.
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*Ihre große Gefahr liegt darin, dass sie nicht auf ausführbare Dateien angewiesen sind, sondern sich in gewöhnlichen Dokumenten verstecken, die Benutzer täglich öffnen.

Aktuelle Version vom 25. November 2025, 16:53 Uhr

Makroviren

  • Makroviren nutzen die in Office-Programmen integrierten Makrofunktionen, die eigentlich zur Automatisierung von Aufgaben gedacht sind.
  • Sie befinden sich direkt in den Dokumentdateien, sodass das Öffnen eines präparierten Dokuments genügt, um den Schadcode auszuführen.
  • Viele Office-Anwendungen bieten Autostart-Mechanismen, mit denen Makros sofort beim Laden eines Dokuments aktiv werden können.
  • Makroviren verwenden diese Funktionen, um ohne zusätzliche Benutzerinteraktion zu starten und weitere Aktionen auszuführen.
  • Typische Verbreitung erfolgt über Word- oder Excel-Dokumente, die per E-Mail, USB-Stick oder über Dateifreigaben weitergegeben werden.
  • Nach der Aktivierung durchsuchen Makroviren häufig andere Dokumente auf dem System und infizieren diese automatisch.
  • Da Makrosprachen leicht verständlich sind, konnten Makroviren schnell auch von wenig erfahrenen Angreifern erstellt oder angepasst werden.
  • Viele Varianten nutzen E-Mail-Funktionen der Makrosprache, um infizierte Dokumente automatisch an Kontakte im Adressbuch zu versenden.
  • Makroviren können Dateien manipulieren, Daten stehlen, Inhalte verändern oder weitere Schadsoftware nachladen.
  • Ihre große Gefahr liegt darin, dass sie nicht auf ausführbare Dateien angewiesen sind, sondern sich in gewöhnlichen Dokumenten verstecken, die Benutzer täglich öffnen.