Geschichte von Unix/Linux: Unterschied zwischen den Versionen
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*Multics wird mit Unterstützung von AT&T und Western | *Multics wird mit Unterstützung von AT&T und Western Electric unter Mitarbeit von Ken Thompson und Dennis Ritchie weiterentwickelt. | ||
*Obwohl sich | *Obwohl sich Bell Laboratories bald zurückzieht, gibt Thompson das Projekt nicht auf. | ||
*Zum Entwicklerteam gehören auch Rudd Canaday und Brian Kernighan. | *Zum Entwicklerteam gehören auch Rudd Canaday und Brian Kernighan. | ||
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*Das in Assembler geschriebene Unix wird fast | *Das in Assembler geschriebene Unix wird ab Version 6 (1975) fast vollständig nach C übersetzt. | ||
*Dadurch wird die geforderte Hardware-Unabhängigkeit des Betriebssystems realisiert. | *Dadurch wird die geforderte Hardware-Unabhängigkeit des Betriebssystems weitgehend realisiert. Nur ein kleiner, hardwarenaher Teil (Start, Unterbrechungen, Prozesswechsel, Gerätezugriff) bleibt in Assembler und muss für jede neue CPU angepasst werden. | ||
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*AT&T darf aufgrund vertraglicher Bindungen mit der US-Bundesregierung Unix nicht kommerziell vermarkten. | *AT&T darf aufgrund vertraglicher Bindungen mit der US-Bundesregierung Unix nicht kommerziell vermarkten. | ||
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*Dies führt zu einer sehr dynamischen Entwicklung von Unix. | *Dies führt zu einer sehr dynamischen Entwicklung von Unix. | ||
*Da es keine Standardisierung gibt, entwickeln bald verschiedenste Firmen ihr eigenes UNIX. | *Da es keine Standardisierung gibt, entwickeln bald verschiedenste Firmen ihr eigenes UNIX. | ||
*1977 entsteht an der University of California, Berkeley die Berkeley Software Distribution (BSD), die viele Neuerungen wie TCP/IP, vi und moderne Netzwerkfunktionen einführt. | |||
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*AT&T per Gerichtsbeschluss erlaubt, Unix zu vermarkten. | *AT&T wird per Gerichtsbeschluss erlaubt, Unix zu vermarkten. | ||
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*Durch Richard Stallman wird die Free Software Foundation (FSF) gegründet. | *Durch Richard Stallman wird die Free Software Foundation (FSF) gegründet. | ||
*Diese initiiert ein Projekt namens GNU ( | *Diese initiiert ein Projekt namens GNU ('''G'''NU ist '''N'''ot '''U'''nix), welches das Ziel verfolgt, ein freies UNIX System zu schaffen. | ||
*Die GNU-Projekte liefern Compiler, Shells, Coreutils und Bibliotheken – nur der Kernel (Hurd) bleibt unvollständig. | |||
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*AT&T verbietet die Verwendung des Unix Quellcodes an den Universitäten. | *AT&T verbietet die Verwendung des Unix Quellcodes an den Universitäten. | ||
*Während dieser Zeit ist Andrew (Andy) | *Während dieser Zeit ist Andrew (Andy) Tanenbaum Professor an der Vrije Universiteit Amsterdam und entwickelt Minix. | ||
*Minix ist ein kostengünstiges Lehrbetriebssystem und kommt ohne jeglichen AT&T Code aus. | *Minix ist ein kostengünstiges Lehrbetriebssystem und kommt ohne jeglichen AT&T Code aus. | ||
*Es hat die gleiche Funktionalität wie Unix 7. | *Es hat die gleiche Funktionalität wie Unix 7. | ||
*Im Usenet unter comp.os.minix entsteht eine Minix-Gemeinde, die den Minix Kernel und die Anwendungen rundherum programmiert und verbessert. | *Im Usenet unter comp.os.minix entsteht eine Minix-Gemeinde, die den Minix Kernel und die Anwendungen rundherum programmiert und verbessert. | ||
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*Linus Torvalds hat als Student für Computerwissenschaften an der Universität in Helsinki Minix installiert | *Linus Torvalds hat als Student für Computerwissenschaften an der Universität in Helsinki Minix installiert, nachdem er das Buch von Andy Tannenbaum gelesen hat. | ||
*Er beginnt im Sinne der FSF einen Unix ähnlichen Kernel zu programmieren. | *Er beginnt im Sinne der FSF einen Unix ähnlichen Kernel zu programmieren. | ||
*Die Idee, "ein besseres Minix als Minix" zu bauen. | *Die Idee, "ein besseres Minix als Minix" zu bauen. | ||
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*Die Linux Version 1.0 wird freigegeben. Das Linux Fieber beginnt... | *Die Linux Version 1.0 wird freigegeben. Das Linux-Fieber beginnt... | ||
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*Der Kreis der Linux Entwickler und Anwender ist kräftig angeschwollen. | *Die Open Source Initiative (OSI) wird gegründet und prägt den Begriff "Open Source". | ||
*Der Kreis der Linux-Entwickler und Anwender ist kräftig angeschwollen. | |||
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*Der lange erwartete stabile Linux Kernel Version 2.2 wird freigegeben. Namhafte Firmen wie IBM kündigen ihre Unterstützung für Linux an. | *Der lange erwartete stabile Linux Kernel Version 2.2 wird freigegeben. Namhafte Firmen wie IBM kündigen ihre Unterstützung für Linux an. | ||
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*Der lange erwartete stabile Linux Kernel Version 2.4 wird freigegeben. USB Unterstützung und eine neue Firewallimplementierung zeichnen ihn aus. | *Der lange erwartete stabile Linux Kernel Version 2.4 wird freigegeben. USB-Unterstützung, IPv6 und eine neue Firewallimplementierung zeichnen ihn aus. | ||
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*Linux Kernel Version 2.6 wird freigegeben. Am auffälligsten sind Änderungen bei der Modulverwaltung. | *Linux Kernel Version 2.6 wird freigegeben. Am auffälligsten sind Änderungen bei der Modulverwaltung, der Prozessverwaltung und udev. | ||
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*Das XFree86-Team spaltet sich, es entwickelt sich die X.Org Foundation | *Das XFree86-Team spaltet sich, es entwickelt sich die X.Org Foundation. | ||
*Diese verwirklicht eine deutlich schnellere Entwicklung des X-Servers für Linux. | *Diese verwirklicht eine deutlich schnellere Entwicklung des X-Servers für Linux. | ||
*Im selben Jahr erscheint Ubuntu als benutzerfreundliche, Debian-basierte Desktop-Distribution und gewinnt schnell an Popularität. | |||
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*Microsoft integriert ein optionales Windows-Subsystem für Linux in Windows 10. | *Microsoft integriert ein optionales Windows-Subsystem für Linux in Windows 10. | ||
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*Zum letzten Mal taucht in den TOP500 ein Nicht-Linux-System auf. | *Zum letzten Mal taucht in den TOP500 ein Nicht-Linux-System auf – ein IBM-AIX-System. | ||
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*https:// | *Der Kernel allein ist noch kein nutzbares System. Eine '''Distribution''' bündelt den Linux-Kernel, die GNU-Werkzeuge, eine Paketverwaltung und einen Installer, testet alles zusammen und liefert Updates. | ||
*Debian-Familie: Paketverwaltung apt, Paketformat .deb. Ubuntu (2004) baut auf Debian auf. | |||
*Red-Hat-Familie: Paketverwaltung dnf, Paketformat .rpm. Dazu gehören RHEL, Fedora, Rocky Linux und AlmaLinux. | |||
*SUSE-Familie: Paketverwaltung zypper, Paketformat .rpm. Dazu gehören openSUSE (2005) und SLES. | |||
*Die Familien unterscheiden sich vor allem in der Paketverwaltung. Kernel und Befehle sind gleich. | |||
=Wo läuft Linux?= | |||
*Server und Cloud-Dienste: die meisten Server laufen unter Linux. | |||
*Netzwerkgeräte: viele Router, Firewalls und Switches. | |||
*Smartphones: Android nutzt den Linux-Kernel. | |||
*Supercomputer: seit 2017 laufen alle Rechner der TOP500 unter Linux. | |||
*Eingebettete Geräte: Fernseher, Autos, Steuerungen. | |||
*Desktop: hier ist Linux dagegen die Ausnahme. | |||
=Der Stammbaum von Unix= | |||
*Aus Unix sind zwei Linien geworden: BSD (heute FreeBSD, darauf baut auch OPNsense, sowie macOS) und System V (Solaris, AIX, HP-UX). | |||
*Linux enthält keinen Unix-Code, ist aber nach demselben Vorbild nachgebaut (Unix-ähnlich). | |||
=Bildnachweis= | |||
*Ken Thompson und Dennis Ritchie, 1973: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ken_Thompson_and_Dennis_Ritchie--1973.jpg Wikimedia Commons], gemeinfrei, Urheber unbekannt. | |||
*Dennis Ritchie, 2011: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dennis_Ritchie_2011.jpg Wikimedia Commons], Foto: Denise Panyik-Dale, [https://creativecommons.org/licenses/by/2.0 CC BY 2.0]. | |||
*Andrew S. Tanenbaum, 2006: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AndrewTanenbaum.JPG Wikimedia Commons], Foto: GerardM, [https://creativecommons.org/licenses/by/2.5 CC BY 2.5]. | |||
*Linus Torvalds, 2014: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:LinuxCon_Europe_Linus_Torvalds_03_(cropped).jpg Wikimedia Commons], Foto: Krd, Ausschnitt: Sprat, [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 CC BY-SA 4.0]. | |||
*Logos der Distributionen in der Animation (Tux, Debian, Ubuntu, Fedora, openSUSE, Rocky Linux, AlmaLinux): von [https://commons.wikimedia.org Wikimedia Commons]. Die Logos sind Marken der jeweiligen Inhaber und dienen nur zur Kennzeichnung. Tux: Larry Ewing, Simon Budig, Garrett LeSage. Rocky-Logo: Josh Urbain und Hayden Young, [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 CC BY-SA 4.0]. Alma-Logo: AlmaLinux, CC BY-SA 4.0. | |||
=Quelle= | =Quelle= | ||
*https://dewiki.de/Lexikon/Geschichte_von_Linux | *https://dewiki.de/Lexikon/Geschichte_von_Linux | ||
*https://wikipedia.org | |||
*https://opensource.org | |||
*https://kernel.org | |||
Aktuelle Version vom 30. Oktober 2026, 10:01 Uhr
- Animation zum Thema: Geschichte von Unix und Linux
1969
- Am Anfang von Unix steht Multics, ein von Bell Laboratories, General Electric und dem MIT geschaffenes Mehrbenutzersystem auf der GE-645. In dieser Zeit war die Arbeit mit Lochkarten noch verbreitet.
- Multics wird mit Unterstützung von AT&T und Western Electric unter Mitarbeit von Ken Thompson und Dennis Ritchie weiterentwickelt.
- Obwohl sich Bell Laboratories bald zurückzieht, gibt Thompson das Projekt nicht auf.
- Zum Entwicklerteam gehören auch Rudd Canaday und Brian Kernighan.
- Letzterer gibt 1970 dem Betriebssystem den Namen UNIX.
- Thompson definiert 7 Richtlinien für UNIX:
- Hierarchische Anordnung der Dateisysteme
- Die Ausgabe von Daten an die Peripherie(-geräte) und Dateien sollen gleich sein.
- Prozesse und Programme sollen miteinander kommunizieren.
- Multitasking (voneinander getrennte Prozesse)
- Persönliche Shell's
- Der Compiler soll für viele Programmiersprachen tauglich sein.
- Portabilität
- Ken Thompson und Dennis Ritchie (1973)
1971
- Das für eine DEC PDP-7 geschriebene Unix als Version 1 auf eine PDP-11 portiert.
- Zwischen 1972 und 1973 entwickelt Dennis Ritchie die Programmiersprache C.
- Das in Assembler geschriebene Unix wird ab Version 6 (1975) fast vollständig nach C übersetzt.
- Dadurch wird die geforderte Hardware-Unabhängigkeit des Betriebssystems weitgehend realisiert. Nur ein kleiner, hardwarenaher Teil (Start, Unterbrechungen, Prozesswechsel, Gerätezugriff) bleibt in Assembler und muss für jede neue CPU angepasst werden.
1975
- AT&T darf aufgrund vertraglicher Bindungen mit der US-Bundesregierung Unix nicht kommerziell vermarkten.
- Darum wird der Source Code für ein paar hundert Dollar den Universitäten usw. zur Verfügung gestellt.
- Dies führt zu einer sehr dynamischen Entwicklung von Unix.
- Da es keine Standardisierung gibt, entwickeln bald verschiedenste Firmen ihr eigenes UNIX.
- 1977 entsteht an der University of California, Berkeley die Berkeley Software Distribution (BSD), die viele Neuerungen wie TCP/IP, vi und moderne Netzwerkfunktionen einführt.
1984
- AT&T wird per Gerichtsbeschluss erlaubt, Unix zu vermarkten.
- AT&T lizenziert sein Unix System V und beginnt, sich um einen internationalen Standard von UNIX zu bemühen.
- Durch Richard Stallman wird die Free Software Foundation (FSF) gegründet.
- Diese initiiert ein Projekt namens GNU (GNU ist Not Unix), welches das Ziel verfolgt, ein freies UNIX System zu schaffen.
- Die GNU-Projekte liefern Compiler, Shells, Coreutils und Bibliotheken – nur der Kernel (Hurd) bleibt unvollständig.
1987
- AT&T verbietet die Verwendung des Unix Quellcodes an den Universitäten.
- Während dieser Zeit ist Andrew (Andy) Tanenbaum Professor an der Vrije Universiteit Amsterdam und entwickelt Minix.
- Minix ist ein kostengünstiges Lehrbetriebssystem und kommt ohne jeglichen AT&T Code aus.
- Es hat die gleiche Funktionalität wie Unix 7.
- Im Usenet unter comp.os.minix entsteht eine Minix-Gemeinde, die den Minix Kernel und die Anwendungen rundherum programmiert und verbessert.
- Andrew S. Tanenbaum (2006)
1991
- Linus Torvalds hat als Student für Computerwissenschaften an der Universität in Helsinki Minix installiert, nachdem er das Buch von Andy Tannenbaum gelesen hat.
- Er beginnt im Sinne der FSF einen Unix ähnlichen Kernel zu programmieren.
- Die Idee, "ein besseres Minix als Minix" zu bauen.
- Linus Torvalds (2014)
1992
- Er stellt die Version 0.02 mit dem Namen Linux der Internetgemeinde zur Verfügung.
- Ab Version 0.11 kann sich Linux selbst kompilieren und ist eigenständig lauffähig.
1994
- Die Linux Version 1.0 wird freigegeben. Das Linux-Fieber beginnt...
1998
- Die Open Source Initiative (OSI) wird gegründet und prägt den Begriff "Open Source".
- Der Kreis der Linux-Entwickler und Anwender ist kräftig angeschwollen.
1999
- Der lange erwartete stabile Linux Kernel Version 2.2 wird freigegeben. Namhafte Firmen wie IBM kündigen ihre Unterstützung für Linux an.
2001
- Der lange erwartete stabile Linux Kernel Version 2.4 wird freigegeben. USB-Unterstützung, IPv6 und eine neue Firewallimplementierung zeichnen ihn aus.
2003
- Linux Kernel Version 2.6 wird freigegeben. Am auffälligsten sind Änderungen bei der Modulverwaltung, der Prozessverwaltung und udev.
2004
- Das XFree86-Team spaltet sich, es entwickelt sich die X.Org Foundation.
- Diese verwirklicht eine deutlich schnellere Entwicklung des X-Servers für Linux.
- Im selben Jahr erscheint Ubuntu als benutzerfreundliche, Debian-basierte Desktop-Distribution und gewinnt schnell an Popularität.
2005
- Das Projekt openSUSE wird als freie Community-Distribution von Novell gestartet.
- Außerdem erscheint im Oktober OpenOffice.org in der Version 2.0, die den OpenDocument-Standard von OASIS unterstützt.
2006
- Die Techniken Xgl von Novell und AIGLX von Red Hat ermöglichen die einfache Nutzung hardwarebeschleunigter Effekte auf dem Linux-Desktop.
- Oracle veröffentlicht eine eigene Variante von Red Hat Enterprise Linux.
- Novell und Microsoft kündigen eine Zusammenarbeit zur besseren Interoperabilität an.
2007
- Die Linux Foundation entsteht aus einem Zusammenschluss der Open Source Development Labs (OSDL) und der Free Standards Group.
2008
- Google veröffentlicht die erste Version von Android, welches sich in den folgenden Jahren zum vorherrschenden Betriebssystem auf Smartphones entwickelt.
2016
- Microsoft integriert ein optionales Windows-Subsystem für Linux in Windows 10.
2017
- Zum letzten Mal taucht in den TOP500 ein Nicht-Linux-System auf – ein IBM-AIX-System.
Distributionen
- Der Kernel allein ist noch kein nutzbares System. Eine Distribution bündelt den Linux-Kernel, die GNU-Werkzeuge, eine Paketverwaltung und einen Installer, testet alles zusammen und liefert Updates.
- Debian-Familie: Paketverwaltung apt, Paketformat .deb. Ubuntu (2004) baut auf Debian auf.
- Red-Hat-Familie: Paketverwaltung dnf, Paketformat .rpm. Dazu gehören RHEL, Fedora, Rocky Linux und AlmaLinux.
- SUSE-Familie: Paketverwaltung zypper, Paketformat .rpm. Dazu gehören openSUSE (2005) und SLES.
- Die Familien unterscheiden sich vor allem in der Paketverwaltung. Kernel und Befehle sind gleich.
Wo läuft Linux?
- Server und Cloud-Dienste: die meisten Server laufen unter Linux.
- Netzwerkgeräte: viele Router, Firewalls und Switches.
- Smartphones: Android nutzt den Linux-Kernel.
- Supercomputer: seit 2017 laufen alle Rechner der TOP500 unter Linux.
- Eingebettete Geräte: Fernseher, Autos, Steuerungen.
- Desktop: hier ist Linux dagegen die Ausnahme.
Der Stammbaum von Unix
- Aus Unix sind zwei Linien geworden: BSD (heute FreeBSD, darauf baut auch OPNsense, sowie macOS) und System V (Solaris, AIX, HP-UX).
- Linux enthält keinen Unix-Code, ist aber nach demselben Vorbild nachgebaut (Unix-ähnlich).
Bildnachweis
- Ken Thompson und Dennis Ritchie, 1973: Wikimedia Commons, gemeinfrei, Urheber unbekannt.
- Dennis Ritchie, 2011: Wikimedia Commons, Foto: Denise Panyik-Dale, CC BY 2.0.
- Andrew S. Tanenbaum, 2006: Wikimedia Commons, Foto: GerardM, CC BY 2.5.
- Linus Torvalds, 2014: Wikimedia Commons, Foto: Krd, Ausschnitt: Sprat, CC BY-SA 4.0.
- Logos der Distributionen in der Animation (Tux, Debian, Ubuntu, Fedora, openSUSE, Rocky Linux, AlmaLinux): von Wikimedia Commons. Die Logos sind Marken der jeweiligen Inhaber und dienen nur zur Kennzeichnung. Tux: Larry Ewing, Simon Budig, Garrett LeSage. Rocky-Logo: Josh Urbain und Hayden Young, CC BY-SA 4.0. Alma-Logo: AlmaLinux, CC BY-SA 4.0.
