ISO/OSI Referenzmodel: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 29. März 2026, 09:30 Uhr
Grundlegendes
Das Open Systems Interconnection (OSI)-Referenzmodell basiert auf einem Vorschlag der International Standards Organisation (ISO). Es dient als Rahmen zur Beschreibung von Protokollcharakteristika und -funktionen (Ta96).
- Das OSI-Modell besteht aus sieben Schichten.
- Prinzip: Jede Schicht bietet der darüber liegenden Schicht bestimmte Dienstleistungen an.
- Abgrenzung: Es ist keine Netzarchitektur, da die Protokolle und Dienste nicht definiert, sondern lediglich deren Aufgaben beschrieben werden.
Anwendungsschicht (application layer)
- Enthält eine große Zahl häufig benötigter Protokolle, die einzelne Programme zur Erbringung ihrer Dienste definiert haben.
- Beispiele: http, imap, smtp etc.
Darstellungsschicht (presentation layer)
- Regelt die Darstellung der Übertragungsdaten in einer von der darüber liegenden Ebene unabhängigen Form.
- Kodiert Daten auf eine standardisierte Weise, damit Systeme mit unterschiedlichen Codierungen (z.B. ASCII, Unicode) Daten austauschen können.
Sitzungsschicht (session layer)
- Auch Verbindungsschicht oder Kommunikationssteuerschicht genannt.
- Ermöglicht den Verbindungsauf- und abbau sowie die Regelung des Nachrichtenaustauschs.
- Steuert, ob der Transfer gleichzeitig (Full-Duplex) oder abwechselnd (Half-Duplex) erfolgt.
Transportschicht (transport layer)
- Übernimmt den Transport von Nachrichten zwischen den Kommunikationspartnern.
- Hauptaufgaben: Steuerung des Datenflusses und Sicherstellung der Unverfälschtheit der Daten.
- Beispiele: TCP und UDP.
Netzwerkschicht (network layer)
- Hauptaufgabe: Herstellung einer Verbindung zwischen Knoten im Netzwerk.
- Befreit übergeordnete Schichten von den Details der Datenübertragung.
- Wichtigste Aufgaben: Auswahl von Paketrouten (Routing) vom Absender zum Empfänger.
- Einordnung: Das Internet Protokoll (IP) gehört in diese Schicht.
Sicherungsschicht (data link layer)
- Aufgabe: Gesicherte Übertragung von Daten durch Aufteilung in Rahmen (frames).
- Verfahren: Sequenzielles Senden und Quittierung durch Bestätigungsrahmen beim Empfänger.
- Protokollbeispiele:
- HDLC (high-level data link control)
- SLIP (serial line IP)
- PPP (point-to-point Protokoll)
Bitübertragungsschicht (physical layer)
- Regelt die Übertragung von Bits über das physikalische Medium.
- Festlegungen: Übertragungsgeschwindigkeit, Bit-Codierung, physische Anschlüsse (z.B. Pin-Belegung).
- Betrifft im Wesentlichen die Eigenschaften des Übertragungsmediums.
