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Asymmetrische Verschlüsselung (Mini-RSA) – anschaulich erklärt
Idee
Bei RSA-ähnlichen Verfahren gibt es:
- einen öffentlichen Schlüssel (
) – den darf jeder kennen,
- einen privaten Schlüssel
– den kennt nur der Empfänger.
Die Kernoperation ist Potenzieren modulo einer Zahl:
- Verschlüsseln/Signieren (hier dein Beispiel):

- Entschlüsseln/Prüfen:

Damit das klappt, sind die Exponenten so gewählt, dass sie zueinander invers sind (im echten RSA gilt
).
Dein Mini-Beispiel
- Gegeben
- Nachricht
: B → 
- privater Schlüssel

- öffentlicher Schlüssel (Teil 1)

- Verschlüsselung
Damit ist die verschlüsselte Nachricht
(du deutest das als D).
- Entschlüsselung (mit komplettem öffentlichen Schlüssel)


- Warum kommt wieder
heraus?
Die Potenzen von
modulo
wiederholen sich periodisch:
Das Muster
setzt sich fort. Für den Exponenten 11 landet man wieder bei 2.
„Richtiges“ Mini-RSA – vollständig hergeleitet
Im echten RSA entstehen die Schlüssel so:
- Wähle zwei Primzahlen
.
- Berechne
und
.
- Wähle einen öffentlichen Exponenten
mit
.
- Berechne den privaten Exponenten
als multiplikatives Inverses von
modulo
:
.
- Öffentlicher Schlüssel:
, privater Schlüssel:
.
- Mini-Beispiel
- Wähle
.
,
.
- Wähle
.
- Löse
→
.
- Schlüssel
- Öffentlicher Schlüssel:

- Privater Schlüssel:

- Verschlüsselung
- Entschlüsselung
Verbindung zu deinem Beispiel
In deinem Beispiel sind die Rollen etwas vertauscht (Verschlüsselung mit privatem Schlüssel, Entschlüsselung mit öffentlichem). Mathematisch ist es dasselbe Prinzip:
Wichtige Hinweise
- Gezeigte Zahlen sind extrem klein → unsicher, nur Demonstration.
- Praxis: große Primzahlen (2048/3072 Bit), standardisierte Exponenten (meist
), sichere Libraries.
Kurzfazit
- Verschlüsseln/Signieren: Potenzieren modulo
.
- Entschlüsseln/Verifizieren: passender Gegen-Exponent.
- Bedingung:
.