TCP/IP Architektur

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Abbildung der TCP/IP Architektur auf das ISO/OSI Modell

Das TCP/IP-Referenzmodell ist die praktische Implementierung der Netzwerkkommunikation. Es fasst die sieben Schichten des OSI-Modells in vier funktionale Ebenen zusammen.

Applikationsschicht (application layer)

Die Applikationsschicht (auch Verarbeitungsschicht genannt) umfasst alle höherschichtigen Protokolle der TCP/IP-Architektur, welche die Schnittstelle zum Benutzer bilden.

  • Protokoll-Beispiele:
    • IMAP (Internet Message Access Protocol): E-Mail-Abruf.
    • FTP (File Transfer Protocol): Dateitransfer.
    • SMTP (Simple Mail Transfer Protocol): E-Mail-Versand.
    • DNS (Domain Name Service): Namensauflösung.
    • HTTP (Hypertext Transfer Protocol): Web-Kommunikation.

Transportschicht (transport layer)

Diese Schicht regelt die Ende-zu-Ende-Kommunikation zwischen Quell- und Zielhost. Es werden zwei grundlegende Protokolle unterschieden:

  • Transmission Control Protocol (TCP):
    • Verbindungsorientiert und zuverlässig.
    • Garantiert den fehlerfreien Erhalt des Bytestroms durch Bestätigungen (ACKs) und Flusssteuerung.
  • User Datagram Protocol (UDP):
    • Verbindungslos und unzuverlässig (Best Effort).
    • Minimiert den Overhead für schnellen Datentransport.
    • Die Datensicherung muss bei Bedarf durch Protokolle der Anwendungsschicht erfolgen.

Internetschicht (internet layer)

Zentrale Ebene für das Routing und die Adressierung von Paketen im Netzwerk.

  • Internet Protocol (IP): Verantwortlich für die korrekte Zustellung der Pakete über Netzgrenzen hinweg.
  • ICMP (Internet Control Message Protocol): Fester Bestandteil jeder IP-Implementierung; dient der Übertragung von Diagnose- und Fehlerinformationen (z. B. Echo Request/Reply).

Netzwerkschicht (network layer)

Diese Schicht definiert die physische Anbindung des Hosts an das jeweilige Übertragungsmedium. Sie legt fest, wie IP-Pakete über spezifische Netzwerkprotokolle (z. B. Ethernet) versendet werden müssen.

Beispiel Protokolle

Einkapselung (Encapsulation)

Der Datendurchlauf erfolgt von der Applikationsschicht abwärts zur Netzwerkschicht. Jede Schicht nutzt die Dienste der darunterliegenden Ebene, ohne deren interne Funktionsweise kennen zu müssen.


  • Prozess: Jede Schicht fügt den Nutzdaten (Payload) spezifische Kontrollinformationen in Form eines Protokollkopfes (Header) hinzu.
  • Zweck: Sicherstellung der korrekten Zustellung und Verarbeitung auf der Gegenseite.
  • Entkapselung: Beim Empfänger wird dieser Prozess in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt (Stripping der Header).

Bezeichnung der Dateneinheiten

Je nach Schicht und verwendetem Protokoll werden die Dateneinheiten unterschiedlich benannt: