Dateiviren / Linkviren

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Dateiviren / Linkviren

  • Dateiviren infizieren ausführbare Dateien wie COM-, EXE-, SYS- oder DLL-Dateien, indem sie eigenen Code in die Datei integrieren.
  • Beim einfachen Overwrite-Verfahren überschreibt der Virus die komplette Originaldatei und ersetzt sie durch seinen eigenen Code.
  • Diese Overwrite-Infektion zerstört die ursprüngliche Anwendung vollständig, da sie nach der Infektion nicht mehr ausgeführt werden kann.
  • Häufiger verwenden Dateiviren jedoch das Anhängen an das Dateiende, wobei der Schadcode hinter den ursprünglichen Programmteil gesetzt wird.
  • Damit der Virus ausgeführt wird, manipuliert er den Einsprungpunkt oder interne Sprungadressen so, dass beim Start der Datei zuerst sein Code abgearbeitet wird.
  • Nach Ausführung des Viruscodes springt der Ablauf zur ursprünglichen Einsprungadresse zurück, sodass das eigentliche Programm wie gewohnt startet.
  • Dateiviren nutzen diese Technik, um für den Anwender unbemerkt zu bleiben, da das befallene Programm scheinbar normal funktioniert.
  • Linkviren verändern hingegen nur interne Verweise oder Funktionsaufrufe innerhalb einer Datei, sodass bestimmte Programmteile auf den Viruscode umgeleitet werden.
  • Dadurch können Linkviren erst aktiv werden, wenn die manipulierte Funktion tatsächlich ausgeführt wird, wodurch sie in Programmen lange unentdeckt bleiben können.
  • Viele Dateiviren kombinieren mehrere dieser Techniken, um sowohl den Infektionsvorgang zu verschleiern als auch die Entdeckung durch Signatur- oder Verhaltensscanner zu erschweren.