IPv6 AD GPOs
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GPO „DualStack-Labor“ zur IPv6-Umstellung
Diese Anleitung beschreibt, wie man eine Gruppenrichtlinie erstellt, um auf Windows-Clients IPv6 bevorzugt zu nutzen, IPv4 zu bevorzugen oder IPv6 vollständig zu deaktivieren. Die Einstellung erfolgt über einen Registry-Preference-Eintrag in einer GPO.
Neue GPO erstellen
- Gruppenrichtlinienverwaltung öffnen (gpmc.msc)
- Rechtsklick auf die gewünschte OU → Neue GPO
- Name: DualStack-Labor
- Mit der OU der Test-Clients verknüpfen
GPO bearbeiten
- Rechtsklick auf die GPO → Bearbeiten
- Pfad: Computerkonfiguration → Einstellungen → Windows-Einstellungen → Registrierung
- Rechtsklick → Neu → Registrierungselement
Registry-Preference anlegen
- Aktion: Aktualisieren
- Hive: HKEY_LOCAL_MACHINE
- Schlüsselpfad:
SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters
- Wertname: DisabledComponents
- Werttyp: REG_DWORD
- Wertdaten (hexadezimal):
* 0 → IPv6 voll aktiv und bevorzugt (Standard) * 20 → IPv4 bevorzugt (Happy Eyeballs Test) * ff → IPv6 deaktivieren (nur zu Demo-Zwecken)
Anwendung
- Auf den Clients folgenden Befehl ausführen oder neustarten:
gpupdate /force
- Überprüfen:
reg query HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters /v DisabledComponents
- Mit ipconfig prüfen, ob Adressverhalten wie gewünscht ist
Hinweise
- Wert 0x20 eignet sich, um zu demonstrieren, wie sich Verbindungen bei Happy Eyeballs ändern
- Wert 0xFF sollte nur zu Testzwecken verwendet werden, da IPv6 komplett abgeschaltet wird
- Die GPO kann jederzeit auf einen anderen Wert geändert werden, um im Kurs zwischen Szenarien zu wechseln