Theorie zu Windows-Architekturen
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Ziel
- Verständnis für Aufbau, Rollen und zentrale Dienste einer homogenen Windows-Architektur
- Abgrenzung von Workgroup, Domain und Azure AD
- Vorbereitung auf den praktischen Aufbau einer Active Directory-Umgebung
Einführung
- Microsoft Windows ist das meistverbreitete Betriebssystem in Unternehmensnetzwerken.
- Eine homogene Windows-Architektur bedeutet, dass sowohl Server als auch Clients auf Windows basieren.
- Ziel ist eine zentrale Verwaltung von Benutzern, Computern, Rechten und Sicherheitsrichtlinien.
- Grundlage bildet das Konzept der Domäne mit dem Active Directory-Domänendienst (AD DS).
Komponenten einer Windows-Infrastruktur
- Windows Server – stellt zentrale Dienste bereit (z. B. DNS, DHCP, AD, Datei- und Druckdienste)
- Windows Clients – Arbeitsstationen, die sich an einer Domäne anmelden
- Active Directory – Verzeichnisdienst für Benutzer, Gruppen, Computer und Richtlinien
- DNS – Namensauflösung, Voraussetzung für die Domänenfunktion
- DHCP – automatische IP-Adressvergabe
- Gruppenrichtlinien – zentrale Steuerung von Sicherheit und Verhalten der Clients
- Datei- und Druckdienste – Ressourcenbereitstellung im Netzwerk
Architekturmodelle
- Workgroup – eigenständige Rechner ohne zentrale Verwaltung
: Jeder Rechner verwaltet Benutzer lokal : Geringer Verwaltungsaufwand, aber keine zentrale Kontrolle
- Domain – zentrale Authentifizierung über Active Directory
: Benutzerkonten und Richtlinien werden serverseitig verwaltet : Bietet Skalierbarkeit, Sicherheit und zentrale Kontrolle
- Azure AD – cloudbasierte Variante mit Integration in Microsoft 365
: Kein klassischer Domaincontroller mehr vor Ort : Eignet sich für hybride oder mobile Szenarien
Authentifizierung und Verwaltung
- Anmeldung an der Domäne erfolgt über Kerberos oder NTLM
- Rechtevergabe erfolgt über Gruppenmitgliedschaften und Richtlinien
- Verwaltung erfolgt zentral über die Microsoft Management Console (MMC) oder PowerShell
- Serverrollen können modular hinzugefügt oder entfernt werden
Vergleich: Homogene vs. heterogene Netzwerke
- Homogene Netzwerke: einheitliches Betriebssystem, einfachere Wartung und Verwaltung
- Heterogene Netzwerke: Mischung aus Windows-, Linux- und macOS-Systemen, erfordern Interoperabilität (z. B. Samba, LDAP)
- Entscheidung hängt von Unternehmensstruktur, Anforderungen und vorhandenen Lizenzen ab
Ausblick
- Im nächsten Schritt folgt das Einrichten der Schulungsumgebung
- Danach werden die zentralen Dienste wie DNS und Active Directory praktisch aufgebaut