Aufruf eines Skripts

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Aufbau eines Skripts

  • Ein Shell-Skript ist eine einfache Textdatei, die eine Abfolge von Kommandos enthält, die von der Shell interpretiert werden.*
  • Die Shell liest diese Datei zeilenweise und führt jeden Befehl nacheinander aus.*
  • Ein Skript kann direkt im Terminal oder über Zeit- bzw. Systemmechanismen (z. B. cron) gestartet werden.*
  • Am Anfang eines Skripts steht in der Regel die sogenannte Shebang-Zeile.*
  • Sie definiert, welcher Interpreter das Skript ausführen soll.*
#!/bin/bash
  • Die Shebang-Zeile beginnt immer mit den Zeichen #! gefolgt vom vollständigen Pfad zum Interpreter.*
  • Fehlt diese Zeile, wird das Skript von der aktuell laufenden Shell ausgeführt – was bei verschiedenen Shells zu abweichendem Verhalten führen kann.*
Beispiel
#!/bin/bash
echo "Hallo $USER"
echo "Heute ist $(date +%A)"
  • Nach der Shebang-Zeile folgen die eigentlichen Befehle, Kommentare, ggf. Variablen oder einfache Kontrollstrukturen.*
  • Leerzeilen werden von der Shell ignoriert, dienen aber der besseren Lesbarkeit.*

Kommentare

  • Kommentare beginnen mit dem Zeichen # und werden von der Shell ignoriert.*
  • Sie dienen der Dokumentation und helfen, Skripte besser verständlich und wartbar zu machen.*
  • Die Shebang-Zeile ist die einzige Ausnahme – sie beginnt zwar mit #, wird aber vom Kernel ausgewertet und nicht als Kommentar behandelt.*
Beispiele
# Dieses Skript gibt den aktuellen Benutzer und den Wochentag aus
#!/bin/bash
echo "User: $USER"
echo "Heute ist $(date +%A)"
  • Kommentare können auch am Ende einer Zeile stehen:*
echo "Start"  # Startmeldung ausgeben
  • Leere Zeilen und Kommentarzeilen haben keine Auswirkung auf die Ausführung.*

Kopfzeile und Metadaten

  • In Schulungs- oder Administrationsumgebungen ist es gute Praxis, jedem Skript eine Kopfzeile mit Zweck, Autor, Datum und Version voranzustellen.*
Beispielkopf für Schulungsskripte
#!/bin/bash
# Zweck:   Beispiel für Skriptaufbau
# Autor:   Thomas
# Datum:   17.10.2025
# Version: 1.0

Empfohlene Konventionen

  • Verwende für Skripte nach Möglichkeit die Endung .sh, um sie besser erkennbar zu machen.*
  • Schreibe Befehle klar strukturiert, mit Einrückungen bei logischen Blöcken.*
  • Nutze Kommentare zur Beschreibung komplexer oder sicherheitsrelevanter Bereiche.*
  • Teste Skripte vor der Ausführung mit bash -n (Syntaxprüfung) oder bash -x (Debugmodus).*
  • Halte den Code portabel – vermeide shell-spezifische Erweiterungen, sofern nicht nötig.*